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Maritim Hotels: Hausverbot für AfD-Politiker Björn Höcke – Parteitag soll weiterhin im Tagungshotel in Köln stattfinden

Profile Photo By: Carsten Hennig
February 13, 2017

Maritim Hotels: Hausverbot für AfD-Politiker Björn Höcke – Parteitag soll weiterhin im Tagungshotel in Köln stattfinden

Köln, 13. Februar 2017 – 
AfD-Politiker Björn Höcke hat Hausverbot in allen Maritim Hotels. Dies erklärte die Hotelkette heute im Hinblick auf den Bundesparteitag am 22. April, der im Kölner Haus stattfinden soll. Auslöser für den Gebrauch des Hausrechts sei laut Maritim-GF Gerd Prochaska die Rede des Politikers am 17. Januar in Dresden. Diese sei “absolut nicht vereinbar mit der deutschen Geschichte und unserer Auffassung eines internationalen und offenen Miteinanders”, so Prochaska.

Maritim Hotel Köln
Maritim Hotel Köln

Am Veranstaltungsvertrag mit der Partei wolle man bei Maritim festhalten. Zuletzt kam zu öffentlichen Protesten und sogar Anfeindungen und Todesdrohungen gegen Mitarbeiter des Kölner Hotels. Nun ermittelt die Polizei.

Vom 22. bis 24. April rechnen die Sicherheitsbehörden mit rund 30.000 Demonstranten und Übergriffen Linksautonomer. Dazu werden rund 3.000 Polizisten abgestellt, die u.a. die Zufahrtswege zum Hotel freihalten sollen.

Zeitungsberichten zufolge ermittelt die Polizei nun wegen Todesdrohungen gegen Mitarbeiter des Hotels. Zuvor hatte der Betriebsrat dies mit einem Appell dagegen öffentliche gemacht. „Die Dimension der Bedrohungen und Diffamierungen durch soziale Medien und anonyme Anrufer ist jedoch nicht akzeptabel. Unsere Kolleginnen und Kollegen werden während ihrer Arbeitszeit im Hotel mit dem Tode bedroht. Uns wird gesagt, dass wir auf keinen Fall an diesen beiden Tagen arbeiten sollten, weil der ganze Bau brennen wird’“, heißt es in dem Papier.

Angesichts der öffentlichen Proteste u.a. von Karnevalsstars wie Bands wie die Bläck Fööss, Brings, Höhner oder Paveier und Comedians wie Marc Metzger oder Bernd Stelter ist der Imageschaden für das Hotel und auch die Stadt Köln bereits jetzt beträchtlich.

Die Entscheidung, sich auf sein Hausrecht zu berufen und Tagungsanfragen von AfD-Mitglieder und -Organisationen abzulehnen, fällt nicht leicht. Doch angesichts der Zuspitzungen im Wahlkampf und den zum Teil gewaltigen Auseinandersetzungen rechts- und linksgerichteter Gruppen bleibt abzuwägen, ob der Schutz von Mitarbeitern und anderen Gästen nicht schwerer wiegt.

 

 

 

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