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Hotelüberfälle werden immer brutaler! Night Autor wird mit Pfefferspray sofort außer Gefecht gesetzt… Wann sorgen Hotelbetreiber endlich für mehr Schutz ihrer Mitarbeiter?

Profile Photo By: Carsten Hennig
December 4, 2017

Hotelüberfälle werden immer brutaler! Night Autor wird mit Pfefferspray sofort außer Gefecht gesetzt… Wann sorgen Hotelbetreiber endlich für mehr Schutz ihrer Mitarbeiter?

Frankfurt/Main, 04. Dezember 2017 –
Ein neuer Brutalofall schreckt die Hotellerie auf: In der vergangenen Nacht stürmten zwei Maskierte ein Mittelklasse-Hotel im Frankfurter Ostend. Sie sprühten dem 58-jährigen Rezeptionisten unvermittelt Pfefferspray ins Gesicht! Mit der Beute, laut Polizei einer „niedrigen vierstelligen Summe“, konnten sie unerkannt entkommen.

Nach Tankstellen geraten immer öfter Hotels ins Visier von Gangstern: „Die meisten Hotels gelten als leichte Beute, weil sie größtenteils ungesichert sind“, weiß der renommierte Hotelsicherheits-Berater Ulrich Jander zu berichten. Er rät Hotelbetreiber dringend zu Upgrades, um Mitarbeiter und Gäste besser zu schützen:

  • Verriegeln Sie alle Eingangstüren ab 22 Uhr; Einlass erfolgt nur auf Klingeln und nach Sichtkontakt
  • Besetzen Sie die Position des Night Auditors doppelt
  • Reduzieren Sie vorgehaltene Bargeldbestände drastisch
  • Verbringen Sie größere Bargeldsummen regelmäßig in einen Tresor mit Zeitschließautomatik; ein Türschild weist daraufhin
  • Installieren Sie HD-Videokameras in Lobby, Rezeption und an allen Eingängen

Mehr Sicherheit im Gastgewerbe - Türschild

Nahezu täglich berichtet die Polizei von Raubüberfällen auf Gaststätten oder Hotels in ganz Deutschland. Während die Unternehmen wirtschaftlicher Schaden trifft, erleidet das Verkaufspersonal oftmals seelische Verletzungen. Was oft nicht bekannt ist: Überfälle am Arbeitsplatz oder auf dem Arbeitsweg können als Arbeitsunfälle anerkannt werden.

Schnelle Meldung, schnelle Hilfe 
Um langfristigen gesundheitlichen Beeinträchtigungen vorzubeugen sollten seelische Verletzungen, die durch einen Überfall entstanden sind, so schnell wie möglich medizinisch abgeklärt, betreut und gegebenenfalls behandelt werden. Dafür ist es wichtig, dass sich Überfallopfer umgehend bei ihrer zuständigen Berufsgenossenschaft melden. In den sieben über Deutschland verteilten Bezirksverwaltungen der BGN gibt es spezielle Ansprechpartner, die sich um Menschen mit einem überfallbedingten psychischen Trauma kümmern und einen schnellen Kontakt zu einem Therapeuten herstellen. Denn: Je schneller ein Überfallopfer betreut wird, desto besser lässt sich eine Traumatisierung verhindern. Beginnt die Behandlung mit zeitlicher Verzögerung, dann ist sie meist schwieriger und langwieriger.

Überfällen vorbeugen 
Vorsorge zu treffen ist der erste Schritt Überfälle zu verhindern. Schwachstellen im Betrieb zu analysieren und Abhilfe zu schaffen wird im Fall der Fälle auch den möglichen Schaden begrenzen.
Technische und bauliche Maßnahmen im Innen- und Außenbereich sind am wirksamsten und deshalb eine Grundvoraussetzung neben organisatorischen und personenbezogenen Maßnahmen. So erhöhen beispielsweise ungesicherte Türen und unzureichende Beleuchtung das Überfallrisiko deutlich.
Sind die baulichen und technischen Maßnahmen umgesetzt, folgen organisatorische. Eine wesentliche Fragen dabei: Wer kann im Notfall helfen oder wie kann schnellstmöglich Hilfe sichergestellt werden?

Überfälle sicher überstehen 
Bei einem Überfall stehen alle unter Stress – Opfer und Täter. Die Situation kann eskalieren. Damit das nicht passiert, ist es für Opfer wichtig, sich während des Überfalls richtig zu verhalten. Notfallregel Nummer 1: Ruhe bewahren. Weil schon die Ruhe zu bewahren nicht einfach ist, sollte das Verhalten für diese Notsituation vorher geübt werden. Anleitung dazu gibt das BGN-Seminar „Gewaltprävention – Mehr Sicherheit durch Handlungskompetenz in Krisensituationen“. In Vortrag und Rollenspiel erlernen die Teilnehmer Gewaltsituationen mit Hilfe organisatorischer und technischer Maßnahmen vorzubeugen, das richtige Verhalten in der Krisensituation sowie präventive Planung bei der Opferbetreuung.

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